René Ackermann, veröffentlicht am 31.10.2025

Uniformierung
Dunkelblaue Feldmütze mit scharlachroten Vorstössen und zwei breiten, silbernen Streifen (17.1.1861, § 7).
Dunkelblauer Waffenrock mit scharlachrotem Kragen und ebensolchen Vorstössen, silbernen Epaulettenhaltern mit scharlachroten Vorstössen, nicht dem eidgenössischen Reglement entsprechenden scharlachroten, gezackten Ärmelpatten mit je drei Knöpfen, sowie zwei parallelen Reihen von je sieben blanken, versilberten Knöpfen (17.1.1861, § 10).
Silberne Epauletten, auf der linken Schulter mit Bouillons, auf der rechten Schulter ohne Bouillons (27.8.1852, § 170).
Rote Armbinde mit weissem, eidgenössischem Kreuz (27.8.1852, § 148).
Blaugraue Hose mit scharlachroten Vorstössen (17.1.1861, § 13).
Handschuhe von weissem Leder (17.1.1861, § 18).
Bewaffnung und Ausrüstung
Nicht dem Reglement entsprechender Degen (Pallasch) mit vergoldetem Gefäss und Stahlscheide.
Schlagband aus schwarzem, geflochtenem Leder, Eichel mit eingewirkter Silbergarnitur (27.8.1852, § 244).
Schwarz lackierter Leibgurt mit zwei Tragriemen und vergoldeten Löwenkopfschnallen (17.1.1861, § 36).
Jägerruf aus Horn mit weisser Garnitur und dunkelgrüner Tragschnur (27.8.1852, §248).
Sporen von weissem Metall (27.8.1852, § 15).
Anmerkung
Bataillonskommandanten der Infanterie trugen damals die Bezeichnung «Kommandant». Dies war nicht nur eine Funktionsbezeichnung, sondern auch eine, so nur bei der Infanterie geführte, Gradbezeichnung. Der Grad entsprach in etwa demjenigen eines Oberstleutnants. Oberstleutnants gab es damals nur bei den Stäben. «Kommandant» und Oberstleutnant unterschieden sich durch ihre Epauletten. Der «Kommandant» trug silberne Epauletten. Auf der linken Schulter sass eine Epaulette mit Bouillons, also dicken Fransen. Auf der rechten Schulter war eine sogenannte Contreepaulette, also eine Epaulette ohne Fransen oder Bouillons, angebracht. Der Oberstleutnant trug hingegen, als Angehöriger eines Stabes, auf beiden Schultern je eine goldene Epaulette mit (silbernen) Bouillons.
Sowohl der «Kommandant» bei der Infanterie, wie auch der Oberstleutnant trugen an der Mütze zwei breite Galons als Gradabzeichen. Diese waren beim «Kommandanten» silbern, beim Oberstleutnant golden. Mit der Abschaffung der Epauletten verschwand die Unterscheidung zwischen «Kommandant» und Oberstleutnant bei den auf den Schultern getragenen Gradabzeichen. Auf den Briden trugen nun beide jeweils zwei Sterne.
Fotoatelier und Zeitpunkt der Aufnahme
Garcin, Photographe, Plaine du Pré-l’Evêque, Genève.
Die Fotografie entstand nach dem 17.1.1861. Ab diesem Zeitpunkt wurde bei der Infanterie der Waffenrock eingeführt und die Feldmütze der Offiziere mit Gradabzeichen versehen.
(Foto: Privatsammlung.)
Schreiben Sie einen Kommentar